Torhausfestival Tag 12: EUROPASCHULE AM MORGEN // CITYLAB AM ABEND

Torhausfestival Tag 12: EUROPASCHULE AM MORGEN // CITYLAB AM ABEND

Lange Tage, kurze Nächte!

Besuch am frühen Morgen!

23 Jugendliche und 2 Lehrer*innen einer Europaschule, der Friedensburg-Oberschule, haben sich angekündigt, um ihren Projekttag rund um das Torhaus zu verbringen. Was macht man mit einer 9. Klasse am Flughafen Tempelhof bei 30 Grad?

Nach einer kleinen Führung über das Gelände und einem kurzen Austausch zum Thema Klimaschutz geht es in den Hangar 1, den Begegnungshangar. Hier dürfen sich die Jugendlichen austoben. Da der Hangar im Sommer erst ab 14:00 Uhr öffnet, haben sie ihn fast für sich allein. Für Schulklassen und Gruppen werden hier Ausnahmen gemacht.
Die Jugendlichen sind vor allem erstaunt und begeistert, dass es hier ein so umfangreiches Angebot an Spiel- und Sportmöglichkeiten gibt und sie dafür nichts bezahlen müssen. Das gibt es in Berlin scheinbar nicht so häufig.

Mittags wird am Torhaus gekocht und auf der Wiese gemütlich gegessen. Das Torhaus ist kein Restaurant, sondern ein solidarischer Ort. Und so müssen die Kids nicht nur die Tische mit aufbauen, sondern nach dem Essen auch an die Spülstraße und ihre Teller und Tassen selber spülen. Nach dem ersten Herumgemuffel fanden Sie aber schell heraus, dass man sich beim Abspülen auch wahnsinnig gut selbst abkühlen kann. Spaßfaktor Spülstraße!


Die Upcycling-Werkstatt zeigte parallel, wie man Stoffe aller Art wunderbar weiterverwenden kann und die gemütlichen Gartenmöbel luden zum Rumhängen ein. Auch an einem Projekttag darf man einfach mal rumhängen.
Währenddessen wurden noch Ideen gesammelt, was die jungen Menschen sich an diesem Ort wünschen und wie sie den Ort gestalten würden. Immerhin sind sie diejenigen, die die nächsten 50 Jahre oder mehr mit dem Ort zurechtkommen müssen.

Für die Schulklasse gab es heute weder Entertainment- noch Konsumprogramm. Dennoch waren alle zufrieden, haben sich herzlich verabschiedet und viele von ihnen wollen zeitnah wieder vorbeischauen.

Am Abend wurde dann das CityLAB Berlin feierlich eröffnet, was das komplette Kontrastprogramm zum Vormittag darstellte. Der regierende Bürgermeister hielt eine kleine Rede und viele elegant gekleidete Menschen waren vor Ort und schüttelten sich die Hände.
Das CityLAB beschreibt sich selbst als ein Experimentierlabor für die Stadt der Zukunft, welches Elemente aus Digitalwerkstatt, Co-Working und Veranstaltungs­raum vereint. Hier möchte man Partizipation und Innovation zusammendenken. Wir sind gespannt.


Wir haben uns an diesem Abend weniger mit den Gästen aus der Politik beschäftigt, sondern mehr mit den Mitarbeiter*innen. Schließlich wollen wir hier Verknüpfungen am Ort schaffen und die Menschen persönlich kennen, die diesen Ort gestalten. Diese waren jedenfalls unglaublich herzlich und offen und wir werden uns zeitnah nochmal alle gemütlich zusammenhocken und austauschen – vielleicht ja auf der schönen Wiese am Torhaus ♥.