5. Treffen Arbeitsgremium THF

5. Treffen Arbeitsgremium THF

Wir müssen aufhören an der Oberfläche zu kratzen!

24.09.2018

Anwesende: Bürgervertreter, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Tempelhof Projekt GmbH, Slapa & die Raumplaner GmbH

1.) Allgemeine Infos

Slapa & die Raumplaner GmbH bleibt die begleitende Partiziptionsagentur bis Herbst 2019

Ziel: Leitlinien und Vergabekriterien sollten bis September 2019 entwickelt sein

2.) Partizipationsprozess THF / Wie geht es weiter?

Alle Beteiligten des Arbeitsgremiums wünschen sich eine bessere Vernetzung der verschiedenen Akteure (z.B. Beirat, Aufsichtsrat) und eine Rückkopplung der Arbeit, damit nicht in verschiedene Richtungen gearbeitet wird. Es gibt den Wunsch, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen.

Die Vertreter der Bügerschaft stellen die Frage: WAS PASSIERT AM ENDE MIT DEN LEITLININEN? Wer entscheidet darüber? Und was passiert, wenn Inhalte abgelehnt werden? Es gibt dazu noch keine zufriedenstellende Antwort. Alle Beteiligten einigen sich darauf, dass es auf jeden Fall Sinn macht, die Politik schon zum jetzigen Zeitpunkt einzubinden und in Gesprächen immer wieder abzuklopfen, was überhaupt real umsetzbar ist, damit es am Ende keine bösen Überraschungen oder Enttäuschungen gibt. Bürger und Politiker müssen schon jetzt in den aktiven Austausch treten.

Alle Beteiligten der heutigen Sitzung sind sich ebenfalls einig, dass die Zeit, die dem Arbeitsgremium zur Verfügung steht (alle 6 Wochen zwei Stunden), nicht ausreicht, um tiefer in die Diskussion zu gehen und zum Beispiel Themen zu erarbeiten, die mit der Bürgerschaft dann anschließend diskutiert werden und die letzendlich zu den Leitlinien führen sollen. Wir müssen aber aufhören, an der Oberfläche zu kratzen, sonst kommen wir in dem Prozess nicht wirklich weiter.
Da es dafür keine offizielle Lösung gibt, entscheiden sich die Bürgervertreter zu regelmäßigen, externen Treffen, bei denen sie sich ehrenamtlich die Zeit nehmen, zu diskutieren, welche Themen den Bürgern wichtig sind (Ideen- und Gedankensammlungen gibt es ja bereits viele) und welche konkreten Schritte notwendig wären, um bis September 2019 auch wirklich Leitlinien und Vergabekriterien auf dem Papier zu haben, die gemeinsam mit der Bürgerschaft erarbeitet wurden. Die erarbeiteten Punkte der Bürgerertreter werden dann  jeweils in den offiziellen Sitzungen des Arbeitsgremiums mit allen anderen Akteuren besprochen.

Nutzungskonzepte müssen den Möglichkeiten des Gebäudes folgen, daher muss man diese Möglichkeiten kennen und diese Informationen allen zugänglich machen. Man muss das Gebäude und die Umgebung aus städteplanerischer Sicht kennen (Denkmalschutz, Parkmöglichkeiten, Busse, Kosten eines jeden Gebäudes, usw.), erst mit diesen Informationen kann man konkret eine aktive Beteiligung starten. Es muss mehr Transparenz geschaffen werden!

Einige Teilnehmer waren überrascht, dass ein Nutzungskonzept, für welches eigentlich beteiligt werden soll, gar nicht in Auftrag gegeben wurde, so wie es vor einem Jahr ursprünglich geplant war.

Im Moment gibt es das Ziel, Anfang 2019 Flächen zur Verfügung zu haben, die für erste Projekte und Ideen als Zwischennutzung geöffnet werden können. Dabei ensteht die Frage: WAS BEDEUTET ZWISCHENNUTZUNG GENAU? Wenn Zwischennutzer nach kurzer Zeit wieder raus müssen, investieren sie nicht in die Flächen und das ist nicht nachhaltig. Es muss eine Sicherheit für Zwischennutzer geben, dass sie auch langfristig am Standort erwünscht sind. Und gleichzeitg muss es Freiraum für Experimentelles geben.

Online-Beteiligung auf Mein.Berlin steht schon seit Januar 2018 still. An der Online-Beteiligung muss dringend gearbeitet werden. Laut Tempelhof-Projekt GmbH ist dieses Thema aber in Arbeit und wird schnellstmöglich gelöst sein.

Die Vertreter der Bürgerschaft erbitten zeitnah eine Führung durch alle Räume des Flughafens, um genauer zu wissen, worüber eigentlich gesprochen wird. Diese wird im Oktober 2018 stattfinden.

Wir versuchen Euch, soweit es uns möglich ist, auf dem aktuellsten Stand zu halten und Euch darüber zu informieren, was im Arbeitsgremium besprochen wird, wie sich der Prozess entwickelt und welche Möglichkeiten der aktiven Beteiligung es gibt. Wer sich stärker einbringen will, meldet Euch gerne unter jule@mehrwertvoll.de oder wendet Euch zum Beispiel auch an die Bürgerinitiative Thf-Vision. Jeder ist dort immer sehr herzlich willkommen, etwas beizutragen.